Das Terrarium

Der Gehegeumfang der Igel kann niemals zu gross sein, da die kleinen Stachler sehr, sehr lauffreudig und voller Tatendrang sind, der nicht unterschätzt werden darf.
Zudem sollte bei der Einrichtung unbedingt auf Spielmöglichkeiten geachtet werden, weil afrikanische Weissbauchigel bei Einzelhaltung oder in kleinen Gehegen zu einem stereotypischem Verhalten neigen können.
Im Allgemeinem müssen "meine" Igelchen ihr Futter (ausser Trockenfutter) selber finden und das richte ich so ein, indem ich zbs. kleine Tontöpfchen mit Futter fülle (Loch am Boden zuerst verschliessen)und diese dann im Gehege gut verstecke oder aufhänge.
Mann muss keine Angst haben, dass unsere stacheligen Hausgenossen das Futter nicht finden können, denn wie bereits schon erwähn, verfügen die Igel über perfekte Riechorgane, da sie ja auch in der Natur auf eine solche angewiesen sind.
Das Gehege sollte mit einem schwerem (Porzellan)-Napf, einer Wasserstelle (Grosse Sittichtränke zbs), einem Klo mit Vogelsand (kein Katzeneinstreu) und diversen Versteckmöglichkeiten ausgestattet sein. Dazu sind Rinden, Korkröhren und Meerschweinchen/Hasen-Häuser bestens geeignet.
Die Weissbäuchigen sind ausgesprochen saubere Tierchen, wehsalb ich für jedes Terri/Gehege eine Frettchentoilette gefüllt mit Vogelsand empfehle.
Jedoch nur wenn die Toilette auch jeden Tag geputzt wird, gehen die Igelchen auch gerne rein (wer mag schon ein verdrecktes Klo?)
Zusätzlich habe ich noch eine grosse flache Schale gefüllt mit Sand, damit sich die Igelchen genussvoll darin wälzen können.






Beschäftigung

Unsere stacheligen Freunde brauchen unbedingt Beschäftigung im Gehege, deshalb sollte man auch für intressante Abwechslung und Igelgerechte Spielsachen sorgen wie zbs. WC-Rollen, denn diese mögen die Nadelkissen besonders.
Um den Hoglets auch keine langweillige Einstreulandschaft zu bieten, habe ich zusätzlich Korkröhren , Baumrinden , Laub und Steine im Gehege sowie Rindeneinstreu und Zeitungsraschelecken .

--> Laute quietschende und giftige Hunde oder Katzenspielsachen gehören in kein Hedgiereich.

Einstreu

Als Substrat empfehle ich normales handelsübliches Hoblspäne, -Hanf oder Maiseinstreu. Bitte kauft dieses jedoch nur im Zoofachhandel, da jenes vom Bauer oder von einer Schreinerei schlichtweg ungeeignet für unsere Hausitere sind (zu staubig).
Natürlich nicht zu vergessen das Stroh , damit es die Igel in ihrem Nest schön warm und gemütlich haben.
Heu sollte nicht verwendet werden, weil es schon oft vorgekommen ist, dass sich die dünnen Heuhalme um die Beinchen der Stachler gewickelt hat und somit den Blutzufluss unter dem abgebundenem Exkrement gestoppt wurde.
Mit Zeitungen habe ich ebenfalls tolle Erfahrungen gemacht.
Meine Nadelkissen lieben das rascheln der Zeitungen und kugeln sich darin auch sehr gerne ein.

Wärme

Aufgrund der Herkunft benötigen die Weissbäuche natürlich viel Wärme.
eine Heizmatte oder einen Keramikheizstrahler ist daher Pflicht, wobei ich den Keramikstrahler eindeutig bevorzuge, da sich die Kleinen gerne sonnen und es bedeutend natürlicher ist, dass die Wärme von oben und nicht wie bei der Heizmatte von unten kommt.
Eine Temperatur zwischen 22-28Grad ist daher dringend notwendig, besonders wenn Nachwuchs ansteht ist die Wärme von wichtiger Bedeutung.
Wenn man sich für eine Wärmelampe entscheidet, sollte man unbedingt auf eine solche mit Licht verzichten!! (Ausser Rotlichtlampen , denn diese stören die Stachler nicht) Da die Nadelkissen nachtaktiv sind würden sie die Wämelampen mit Leuchtmittel extrem verstören, am besten fragen Sie einfach in einem fachkundigem Zoofachhandel nach.